Homelab-Dokumentation und Konfigurationsvorlagen

Dokumentation aus dem Wiki uebernommen und um die Dienste auf dem Server
erweitert. Alle Anleitungen sind so geschrieben, dass sich der jeweilige
Dienst allein daraus neu aufsetzen laesst.

docs/      Dienste im Heimnetz (aus dem Wiki, anonymisiert)
services/  Dienste auf dem Server mit Konfigurationsvorlagen
           - matrix-synapse: Homeserver, Postgres, Well-Known-Delegation
           - coturn:         TURN-Relay fuer Anrufe
           - element-web:    Web-Client
           - wikijs, gitea, nginx

Durchgehend anonymisiert: echte Domain durch example.com ersetzt, IP-Adressen
und E-Mail-Adressen durch Platzhalter. Konfigurationsdateien liegen nur als
.example mit Platzhaltern statt echter Secrets vor.

Die Anleitungen halten die Stolpersteine fest, die beim Aufbau tatsaechlich
aufgetreten sind, unter anderem:
- Synapse verlangt LC_COLLATE=C, sonst startet es nicht
- server_name ist nachtraeglich nicht aenderbar -> Delegation noetig
- register_new_matrix_user liest conf.d nicht, Secret muss per -k kommen
- coturn braucht external-ip, sonst kommen keine Medien durch
- Gruppenmitgliedschaft fuer den Zertifikatszugriff wirkt erst beim Neustart
- nginx vererbt add_header nicht in location-Bloecke mit eigenen Direktiven
This commit is contained in:
x3
2026-08-31 17:56:02 +00:00
commit 4a55944aa8
32 changed files with 1848 additions and 0 deletions
+23
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# Dokumentation
Beschreibungen der Dienste im Heimnetz. Sie laufen als Docker-Stacks über
Portainer, jeder Dienst als eigener Stack.
## Übersicht
- [Überblick über das Homelab](uebersicht.md)
## Dienste
| Dienst | Beschreibung | Anleitung |
|---|---|---|
| [Homepage](dienste/homepage.md) | Dashboard über alle Dienste | [Anleitung](anleitungen/homepage.md) |
| [AdGuard](dienste/adguard.md) | Werbe- und Trackerfilter auf DNS-Ebene | [Anleitung](anleitungen/adguard.md) |
| [Jellyfin & ARR](dienste/jellyfin-arr.md) | Medienbibliothek und Automatisierung | [Anleitung](anleitungen/jellyfin-arr.md) |
| [Paperless](dienste/paperless.md) | Digitale Dokumentenablage | [Anleitung](anleitungen/paperless.md) |
| [Vaultwarden](dienste/vaultwarden.md) | Passwortmanager | [Anleitung](anleitungen/vaultwarden.md) |
| [Netdata](dienste/netdata.md) | Systemüberwachung | [Anleitung](anleitungen/netdata.md) |
## Sonstiges
- [Gitea: Projekt hochladen](anleitungen/gitea-projekt-hochladen.md)
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# Anleitungen
Schritt-für-Schritt-Anleitungen zu den Diensten im Heimnetz.
- [Homepage](homepage.md)
- [AdGuard](adguard.md)
- [Jellyfin & ARR-Stack](jellyfin-arr.md)
- [Paperless](paperless.md)
- [Vaultwarden](vaultwarden.md)
- [Netdata](netdata.md)
- [Gitea: Projekt hochladen](gitea-projekt-hochladen.md)
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## AdGuard - Anleitung
**AdGuard** blockt Werbung und Tracker zentral über DNS. So richtest du ihn ein und nutzt ihn im Alltag.
### Aufsetzen unter Portainer
1. Lege in Portainer einen **Stack** mit dem Namen `adguard` an.
2. Füge den AdGuard-Container hinzu. Wichtig ist, dass er einen **DNS-Port** (Standard 53) und ein **Weboberflächen-Port** bereitstellt.
3. Konfiguriere die **Adressen**, auf denen AdGuard laufen soll. Für das gesamte Netz sollte AdGuard auf der Netzwerkadresse erreichbar sein.
4. Starte den Stack und öffne die Weboberfläche, um das Admin-Passwort beim ersten Start zu setzen.
### Einrichtung der Filter
1. Öffne die Weboberfläche von AdGuard.
2. Aktiviere eine oder mehrere **Filterlisten** für Werbung und Tracker. Es gibt öffentliche Listen, die ständig gepflegt werden.
3. Prüfe anschließend in der Statistik-Ansicht, wie viele Anfragen tatsächlich blockiert werden.
### Geräte anbinden
Damit der Schutz greift, müssen die Geräte AdGuard als DNS-Server verwenden:
- Im **Router**: Trage die Adresse von AdGuard als DNS-Server ein. Dann ist das komplette Netz abgedeckt.
- **Pro Gerät**: In den Netzwerkeinstellungen des Geräts die DNS-Adresse manuell setzen.
### Tägliche Nutzung
- Die **Statistik** zeigt blockierte Anfragen und die meistgenutzten Domains.
- In den **Protokollen** sieht man, welche Anfragen blockiert wurden und kann Ausnahmen hinzufügen.
### Stolperfalle
Wenn eine Website nicht mehr richtig lädt, liegt es oft an der DNS-Umleitung. Leere/blockierte Antworten kann man in der Regel per **Ausnahme-Liste (Whitelist)** leicht beheben.
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# Gitea: Projekt hochladen & als „GitHub-Seite“ nutzen
In Gitea (https://git.example.com) lässt sich ein Projekt genauso verwalten wie
auf GitHub: Du legst ein Repository an, pusht lokale Änderungen und nutzt die
README als Projekt-Startseite.
---
## 1. Repository in Gitea anlegen
1. In Gitea einloggen (https://git.example.com).
2. Rechts oben auf das **+** bzw. **Neues Repository** klicken.
3. Werte einstellen:
- **Name:** z. B. `ftptui`
- **Sichtbarkeit:** öffentlich/private (nach Bedarf)
- **README initialisieren:** aktiv (optional)
4. **Repository erstellen** klicken.
Das Repo ist jetzt unter `https://git.example.com/<benutzer>/<name>` erreichbar.
---
## 2. Lokal einrichten & hochladen (Push)
### Variante A: Neues Projekt, bereits existierendes Repo klonen
```bash
git clone https://git.example.com/<benutzer>/<name>.git
cd <name>
# ... Dateien hinzufügen ...
git add -A
git commit -m "Erster Commit"
git push
```
### Variante B: Bestehendes lokales Projekt anbinden
```bash
cd /pfad/zum/projekt
git init
git add -A
git commit -m "Erster Commit"
git branch -M main
git remote add origin https://git.example.com/<benutzer>/<name>.git
git push -u origin main
```
> Aus der `shell`-Umgebung von `example.com` ist das Repo auch per **SSH**
> erreichbar: `<E-MAIL>:<benutzer>/<name>.git`
> (vorher unter **Einstellungen → SSH-Schlüssel** einen öffentlichen Schlüssel hinterlegen).
---
## 3. README als Projekt-Startseite
Die `README.md` im Stammverzeichnis des Repos wird auf der Projektseite in Gitea
automatisch gerendert genau wie die Projektseite bei GitHub. Diese Repo-Seite
folgt dabei **Markdown**.
### README minimal aufbauen
```markdown
# Projektname
> Kurzbeschreibung in einem Satz.
## Funktionsumfang
- ...
## Installation
```bash
pip install .
```
## Verwendung
```bash
projektbefehl
```
## Lizenz
MIT
```
+21
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## Homepage - Anleitung
Die **Homepage** ist das Dashboard, über das ich alle Dienste im Homelab erreiche. Hier die Kurzanleitung zum Einrichten und Verwenden.
### Aufsetzen unter Portainer
1. Lege in Portainer einen neuen **Stack** an und nenne ihn etwa `homepage`.
2. Füge die Container-Definition für ein Dashboard wie Homepage hinzu. Es reicht ein einzelner Dienst, der die Startseite bereitstellt.
3. Vergib einen **Namen** und einen **Port**, über den die Seite erreichbar ist.
4. Trage die **Adressen der einzelnen Dienste** als Kacheln ein - so werden alle Dienste auf der Startseite sichtbar.
5. Starte den Stack und prüfe, ob die Seite unter der eingegebenen Adresse erreichbar ist.
### Tägliche Nutzung
- **Dienst aufrufen:** Ein Klick auf die Kachel öffnet den jeweiligen Dienst.
- **Status erkennen:** Viele Dashboards zeigen an, ob ein Dienst gerade verfügbar ist oder nicht.
### Tipps zur Wartung
- Nach dem Hinzufügen eines neuen Dienstes im Homelab die Kachel in der Konfiguration ergänzen.
- Die Konfigurationsdatei des Dashboards lässt sich in Portainer direkt im Stack ansehen und anpassen.
+38
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## Jellyfin & ARR-Stack - Anleitung
Hier geht es um Jellyfin als Media-Server und die Automatisierung mit den "ARR"-Diensten. So baust du den Stack auf und pflegst ihn.
### Aufsetzen unter Portainer
1. Lege in Portainer einen **Stack** an, zum Beispiel `media`.
2. Füge die Dienste hinzu, die du brauchst. Als Grundgerüst sind das:
- **Jellyfin** als Media-Server
- **Sonarr** für Serien, **Radarr** für Filme
- Dazu ein paar Helfer, die Downloads koordinieren und die Dateien sortieren
3. Wichtig: Richte **gemeinsame Ordner** ein (z.B. für Filme, Serien, Downloads), damit alle Dienste auf dieselben Dateien zugreifen. Sonst funktioniert die Automatisierung nicht.
4. Starte den Stack und richte jeden Dienst einmalig über seine Weboberfläche ein (Benutzer, Qualität, Zielordner).
### Die Verbindung der Dienste
Damit das Zusammenspiel läuft, müssen die Dienste miteinander sprechen:
1. Öffne die Weboberfläche von **Sonarr/Radarr**.
2. Trage dort die **Download-Client-Daten** und die **Zielordner** ein.
3. Richte die **Indexer** (Quellen für Filme und Serien) ein.
4. Verbinde Sonarr/Radarr mit deiner **Medienbibliothek** von Jellyfin, damit neue Inhalte automatisch auftauchen.
### Inhalte verwalten
- **Serie hinzufügen:** In Sonarr die Serie suchen und auf "Hinzufügen" klicken. Neue Folgen werden automatisch übernommen.
- **Film hinzufügen:** In Radarr dasselbe für Filme.
- **Bibliothek prüfen:** In Jellyfin erscheinen neue Inhalte nach kurzer Zeit automatisch im richtigen Bereich.
### Wartung
- **Speicherplatz im Auge behalten** - eine umfangreiche Bibliothek braucht schnell viel Platz.
- **Qualität prüfen:** Die ARR-Dienste können ältere, minderwertige Einträge automatisch durch bessere Versionen ersetzen, sobald sie verfügbar sind.
- **Backups:** Ein Backup der Konfiguration der einzelnen Dienste ist sinnvoll, damit du bei einem Neuaufbau nicht alles von vorne einrichtest.
### Typisches Problem und Lösung
*Ein neuer Eintrag taucht nicht in Jellyfin auf.* Meist liegt es an den **Zielordnern** (Pfad-Mapping). Prüfe, ob alle Dienste auf dieselben Ordner zugreifen und die Pfade in Sonarr/Radarr zu den Pfaden in Jellyfin passen.
+32
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## Netdata - Anleitung
**Netdata** überwacht deine Systeme in Echtzeit. So richtest du es ein und liest die wichtigsten Kennzahlen.
### Aufsetzen unter Portainer
1. Lege in Portainer einen **Stack** mit dem Namen `netdata` an.
2. Füge den Netdata-Container hinzu. Damit er die Systeme sehen kann, muss er Zugriff auf die **Host-System**-Werte bekommen (Prozesse, Netzwerk, Festplatten).
3. Vergib einen **Port** für die Weboberfläche.
4. Starte den Stack und öffne die Webansicht.
### Die Ansicht verstehen
- **Dashboard:** Netdata zeigt eine lange, scrollbare Reihe von Diagrammen für jede Kennzahl.
- **Ein Klick auf ein Diagramm** zoomt hinein und zeigt die Details.
- **Warnungen:** Netdata kann Schwellwerte definieren und eine Meldung zeigen, wenn zum Beispiel die CPU-Last oder der Speicher extrem hoch ist.
### Wichtige Kennzahlen
- **CPU und RAM:** Sieht man schnell, ob ein Dienst das System auslastet.
- **Netzwerk:** Datenverkehr der einzelnen Interfaces.
- **Festplatten:** Auslastung und Zugriffsraten.
- **Applikationen/Container:** Ob ein bestimmter Dienst reagiert und wie viel er verbraucht.
### Als Monitoring für den Alltag
- Nutze die **Alarm-Regeln**, um per Benachrichtigung informiert zu werden, statt ständig selbst zu schauen.
- Wenn du Veränderungen am Homelab machst, siehst du direkt im Dashboard, ob etwas spürbar ansteigt (z.B. mehr Speicher oder CPU).
### Hinweis
Netdata zeigt die Zustände **live** an - es geht hier um den Moment und die letzten Stunden. Für langfristige Verläufe über Wochen oder Monate brauchst du zusätzlich ein eigenes Speichersystem, falls dir das irgendwann wichtig ist.
+36
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## Paperless - Anleitung
Mit **Paperless** organisierst du Dokumente digital, inklusive automatischer Texterkennung. So richtest du es ein und nutzt es im Alltag.
### Aufsetzen unter Portainer
1. Lege in Portainer einen **Stack** mit dem Namen `paperless` an.
2. Füge den Paperless-Container hinzu. Er benötigt einen **Ordner für eingehende Dokumente** (Consume) und einen für die archivierten Dateien, damit die Ablage sauber getrennt ist.
3. Wichtig: Richte eine **Datenbank** ein (z.B. PostgreSQL), in der Paperless die Metadaten speichert. Die eigentlichen Dokumente liegen in den Datei-Ordnern.
4. Starte den Stack und öffne die Weboberfläche, um dich mit dem Admin-Account anzumelden.
### Dokumente einwerfen
1. Lege ein Dokument (PDF, Scan) in den **Eingangsordner** (Consume-Ordner).
2. Paperless erkennt den Text automatisch (OCR) und sortiert das Dokument in die Ablage ein.
3. Nach kurzer Zeit ist das Dokument in der Oberfläche verfügbar und durchsuchbar.
### Dokumente organisieren
- **Tags vergeben:** Vergib Tags wie "Rechnung", "Vertrag" oder "Kontoauszug", damit du klar filtern kannst.
- **Korrespondenten:** Ordne Dokumente einem Absender zu (z.B. deinem Stromanbieter).
- **Suchen:** Die Volltextsuche findet Dokumente auch nach Textstellen im Inneren.
### Berechtigungen und Zugriff
Bei Paperless lassen sich **Benutzer und Gruppen** einrichten. So können mehrere Personen zugreifen, ohne dass alle Dokumente offen sind:
- Lege Benutzer an und weise ihnen die passenden Rechte zu.
- Dokumente können mit Sicht- und Bearbeitungsrechten versehen werden.
Für "nur zur Sicht" kannst du Benutzer so anlegen, dass sie Dokumente nur **lesen**, aber nicht verändern oder löschen können.
### Wartung
- Achte darauf, dass regelmäßig **Backups** der Datenbank und der Dokumenten-Ordner gemacht werden - Dokumente sind schließlich wertvoll.
- Leere den Eingangsordner nach der Verarbeitung, damit nichts doppelt oder gar nicht verarbeitet wird.
+32
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## Vaultwarden - Anleitung
**Vaultwarden** ist dein eigener Passwortmanager auf deiner Hardware. So richtest du ihn ein und nutzt ihn sicher.
### Aufsetzen unter Portainer
1. Lege in Portainer einen **Stack** mit dem Namen `vaultwarden` an.
2. Füge den Vaultwarden-Container hinzu. Er braucht ein **Datenverzeichnis**, in dem die verschlüsselte Datenbank und die Schlüssel abgelegt werden.
3. Vergib einen **Zugang über HTTPS**, damit die Verbindung verschlüsselt ist (z.B. über einen Reverse Proxy wie Nginx). Ein Passwortmanager sollte niemals unverschlüsselt über das Netz erreichbar sein.
4. Starte den Stack und öffne die Weboberfläche.
### Erste Schritte
1. **Registrierung öffnen:** Beim ersten Aufruf kannst du einen Administrator-Account anlegen. Dieser Account ist ausschließlich für die Verwaltung gedacht.
2. **Admin-Bereich schon schützen:** In der Konfiguration kann ein separates Admin-Token gesetzt werden. Aktiviere das, damit nicht jeder die Verwaltung öffnen kann.
3. **Registrierung nach Einrichtung deaktivieren:** Sobald alle Benutzer angelegt sind, die Registrierung in der Konfiguration ausschalten, damit keine fremden Accounts entstehen können.
### Tägliche Nutzung
- **Passwörter speichern:** Lege Einträge für Logins, Notizen oder Karten an.
- **Passwortgenerator:** Direkt in Vaultwarden starke, einzigartige Passwörter erzeugen lassen.
- **Browser und Handy:** Mit der passenden App oder Browser-Erweiterung greifst du von überall auf deinen Tresor zu.
### Sicherheitsempfehlungen
- **Starkes Hauptpasswort:** Es schützt den gesamten Tresor - wähle es mit Bedacht.
- **Backups:** Der Datenordner enthält deinen gesamten Tresor. Sichere ihn regelmäßig, damit du bei einem Ausfall nichts verlierst.
- **2-Faktor-Authentifizierung** (falls gewünscht) für den Bereich nutzen, in dem sensible Daten liegen.
### Stolperfalle
Wenn sich die App nicht verbinden kann, liegt es fast immer an der **erzwungenen HTTPS-Verbindung** oder an einem falsch konfigurierten Reverse Proxy. Prüfe hier zuerst, bevor du woanders suchst.
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## AdGuard - Werbeblocker auf DNS-Ebene
**AdGuard** kümmert sich um ein ziemlich nerviges Thema: Werbung und Tracker. Statt auf jedem einzelnen Gerät eine App zu installieren, blockt AdGuard die Werbung zentral - direkt auf der DNS-Ebene im gesamten Heimnetzwerk.
### Wie funktioniert das?
Das Prinzip ist simpel und elegant: Jedes Gerät im Netz fragt beim Surfen einen DNS-Server, welche IP-Adresse hinter einer Domain steckt. AdGuard beantwortet diese Anfragen selbst und gibt für bekannte Werbe- und Tracker-Adressen einfach *nichts* zurück beziehungsweise eine leere Antwort. Das Werbe-Panel wird so instinktiv gar nicht erst geladen.
Dadurch ist der Schutz für **alle Geräte im Netz** aktiv - egal ob Handy, Laptop, Tablet oder Smart-TV. Auf den einzelnen Geräten muss nichts installiert werden.
### Vorteile für mich
- **Weniger Werbung** - viele Webseiten und Apps werden deutlich ruhiger
- **Mehr Privatsphäre** - Tracker, die mein Verhalten verfolgen, werden blockiert
- **Schutz für alle Geräte** - zentrale Lösung statt Einzelinstallationen
- **Schnelleres Surfen** - viele unnötige Werbeinhalte werden gar nicht erst geladen
### Datenschutz
Dabei bleibt der Datenfluss übersichtlich: Alles läuft innerhalb meines eigenen Netzes. Ich habe die volle Kontrolle darüber, welche Domains blockiert werden und welche nicht.
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## Homepage - Das Dashboard
Die **Homepage** ist meine persönliche Startseite beziehungsweise das Dashboard im Homelab. Sie sammelt alle wichtigen Dienste an einem Ort, sodass ich nicht jedes Mal die IP-Adresse oder den Port eines Dienstes eingeben muss.
Es ist im Grunde eine ziemlich aufgeräumte Link-Sammlung mit einer schönen Oberfläche. Man klickt sich nicht durch komplizierte Menüs, sondern sieht direkt alle Kacheln der Dienste, die in meinem Netz stecken.
### Was ich daran mag
- **Alles an einem Ort** - die wichtigen Dienste sind mit einem Klick erreichbar
- **Sauber und schnell** - die Seite ist leichtgewichtig, keine unnötige Schwere
- **Flexibel** - neue Dienste lassen sich einfach als Kachel ergänzen
### Technisch gesehen
Die Homepage läuft als Container über einen eigenen Stack in Portainer. Sie spricht die anderen Dienste direkt an und zeigt je nach Konfiguration auch den Status an, ob ein Dienst gerade verfügbar ist.
Für mich ist die Homepage der natürliche Einstiegspunkt: Rufe ich im Browser die Seite auf, habe ich mein ganzes Homelab auf einen Blick.
+23
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@@ -0,0 +1,23 @@
## Jellyfin & der ARR-Stack - Eigene Medienbibliothek
Hier geht es um mein Herzstück für Filme und Serien. Ich betreibe **Jellyfin** als Media-Server und darüber einiges an Automatisierung, das man im Selbst-Hosting-Sprech den **ARR-Stack** nennt.
### Jellyfin - Der Media-Server
**Jellyfin** ist meine eigene Streaming-Plattform. Dort verwalte ich meine Film- und Seriensammlung, und ich kann auf alles von unterwegs oder im Wohnzimmer zugreifen. Das Tolle an Jellyfin: Es ist komplett kostenlos und Open Source - ich bin nicht von einem Anbieter abhängig, der mir irgendwann plötzlich Limitierungen aufdrückt.
Wichtig ist mir, dass alles **mir gehört**. Ich entscheide, was in der Bibliothek liegt, und niemand kann sie mir wegnehmen.
### Der ARR-Stack - Die Automatisierung dahinter
Der Name "ARR" kommt von den einzelnen Diensten, die alle auf "-arr" enden. Das sind die Helfer im Hintergrund:
- **Sonarr** - kümmert sich um **Serien**: verfolgt, was ich schauen will, und lädt neue Folgen automatisch, sobald sie verfügbar sind
- **Radarr** - macht dasselbe für **Filme**
- Dazu kommen weitere Helfer-Dienste, die das Ganze koordinieren, die Qualität kontrollieren und alles sauber benennen und einsortieren
Zusammenspiel in der Praxis: Ich sage dem Stack einmal, welche Serie mich interessiert - und der Rest passiert automatisch. Neue Folgen werden gefunden, heruntergeladen und landen sortiert in der Bibliothek, wo Jellyfin sie mir im schicken Layout präsentiert.
### Technisches Setup
Die ganze Sache läuft als **ein zusammenhängender Stack** in Portainer. Die einzelnen Dienste arbeiten über gemeinsame Ordner zusammen, damit nichts doppelt gelagert wird und Jellyfin immer auf die fertigen Dateien zugreifen kann.
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@@ -0,0 +1,26 @@
## Netdata - Laufende Überwachung
**Netdata** ist mein digitales Frühwarnsystem. Es überwacht die Systeme in meinem Homelab rund um die Uhr und zeigt mir in Echtzeit, was gerade auf meinen Servern passiert.
### Was Netdata beobachtet
Die Überwachung geht ziemlich ins Detail. Netdata schaut sich unter anderem an:
- **Auslastung** - wie stark arbeiten die Prozessoren, wie viel Speicher ist belegt
- **Temperatur und Gesundheit** - ob die Hardware an ihre Grenzen stößt
- **Netzwerk** - wie viel Datenverkehr läuft, ob alles flüssig funktioniert
- **Einzelne Dienste** - ob die Container und Anwendungen sauber laufen
### Warum ich das brauche
Ich möchte nicht erst dann von einem Problem erfahren, wenn etwas schon nicht mehr funktioniert. Netdata gibt mir frühzeitig ein Gefühl dafür, ob etwas aus dem Ruder läuft:
- **Probleme früh erkennen** - bevor sie zu Ausfällen werden
- **Anschauliche Diagramme** - auf einen Blick sehen, was gerade los ist
- **Ein zentraler Blick** - die wichtigen Kennzahlen meiner Systeme an einer Stelle
### Echtzeit statt Vermutungen
Besonders gefällt mir, dass Netdata in **Echtzeit** arbeitet. Ich muss nicht auf Berichte warten oder irgendwas aktualisieren - ich öffne die Ansicht und sehe den aktuellen Zustand live. Wenn ich merke, dass ein Dienst nicht mehr reagiert oder ein System ungewöhnlich stark beansprucht wird, springe ich sofort ein.
Damit ist Netdata der stille Wächter meines Homelabs - er schaut einfach zu und macht mich aufmerksam, wenn etwas Aufmerksamkeit verdient.
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@@ -0,0 +1,23 @@
## Paperless - Digitale Dokumentenablage
**Paperless** ist meine digitale Lösung gegen den Papierkram-Berg. Es ist ein System zur Verwaltung von Dokumenten, mit dem ich Briefe, Rechnungen, Verträge und Belege einfach digital organisiere.
### Das Grundprinzip
Das Herzstück von Paperless ist die **automatische Texterkennung** (OCR). Ich kann ein eingescanntes Dokument oder ein PDF hineinwerfen, und Paperless liest den Text automatisch aus. Dadurch lassen sich die Dokumente später stichwortartig durchsuchen - ich muss nicht mehr krampfhaft nach "wie hieß doch gleich diese Rechnung" suchen.
### So organisiere ich meine Dokumente
- **Verschlagwortung** - Dokumente bekommen Tags und Kategorien, damit ich sie schnell wiederfinde
- **Suchen statt wühlen** - Jede Suche findet das Dokument in Sekundenschnelle, auch wenn ich nur einen Bruchteil des Inhalts kenne
- **Saubere Struktur** - Die Dokumente liegen übersichtlich sortiert und nicht mehr in irgendwelchen Ordnern verstreut
### Warum mir das wichtig ist
Ich hab genug von Papierstapeln, in denen ich mühsam etwas suchen muss. Mit Paperless habe ich alles im Griff:
- **Alle Belege an einem Ort** - nichts geht mehr verloren
- **Schnell auffindbar** - durch die Texterkennung ist jedes Dokument auffindbar
- **Sicher abgelegt** - die Dokumente liegen auf meinen eigenen Systemen
Paperless läuft als eigener Stack unter Portainer und ist damit ein Baustein meines Homelabs, der mir viel Chaos im Alltag erspart.
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@@ -0,0 +1,21 @@
## Vaultwarden - Der eigene Passwortmanager
**Vaultwarden** ist mein privater Passwortmanager. Er ist eine kompatible, ressourcenschonende Alternative zu einigen der bekannten kommerziellen Passwortmanager-Dienste - nur eben komplett bei mir zu Hause auf meiner eigenen Hardware.
### Warum ein eigener Passwortmanager?
Ganz ehrlich: Wer sich Passwörter merken oder die gleichen überall verwenden will, ist irgendwann am Ende der Fahnenstange. Ein Passwortmanager löst das Problem, indem er für jede Seite ein eigenes, starkes Passwort generiert und verwaltet.
Ich muss mir nur noch **ein einziges Hauptpasswort** merken - den Rest übernimmt Vaultwarden.
### Der große Vorteil hier
Der entscheidende Punkt: **Die Daten bleiben bei mir.** Mein Passwort-Tresor liegt auf meiner eigenen Hardware und nicht bei einem externen Anbieter. Ich habe die volle Kontrolle darüber, wo meine Passwörter gespeichert sind.
- **Starke Passwörter** - automatisch generiert, für jeden Dienst ein eigenes
- **Zentral verwaltet** - alle Zugangsdaten an einem sicheren Ort
- **Selbst kontrolliert** - die Daten liegen in meiner Infrastruktur
### Sicherheit
Sicherheit endet natürlich nicht beim Speicherort. Der Tresor ist verschlüsselt und durch das Hauptpasswort geschützt. Weil alles auf meinen eigenen Systemen läuft, entscheide ich selbst über Backups und Schutzkonzepte - und ich weiß genau, was mit meinen Daten passiert.
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## Willkommen im Homelab
Dieses Wiki dokumentiert mein kleines Homelab. Hier laufen ein paar Dienste, die mir das tägliche Leben erleichtern - vom Passwortmanager bis zur eigenen Medienbibliothek.
Alles läuft über **Portainer**, das ist meine Docker-Verwaltungszentrale. Jeder Dienst läuft als eigener *Stack*, damit nichts durcheinanderkommt und einzelne Teile einfach neu aufgebaut oder ausgetauscht werden können.
## Was hier so läuft
| Dienst | Was er macht |
|---|---|
| [Homepage](homepage.md) | Das Dashboard - alle anderen Dienste auf einen Blick |
| [AdGuard](adguard.md) | Blockt Werbung und Tracker auf DNS-Ebene |
| [Jellyfin & ARR-Stack](jellyfin-arr.md) | Eigene Film- und Seriensammlung plus Automatisierung |
| [Paperless](paperless.md) | Digitale Dokumentenablage - nie wieder Papierkram |
| [Vaultwarden](vaultwarden.md) | Der eigene Passwortmanager |
| [Netdata](netdata.md) | Laufende Überwachung der Systeme |
## Ein paar Gedanken zum Aufbau
Ich verfolge mit dem Homelab eine einfache Idee: Die eigenen Dienste sollen laufen, ohne dass ich mich ständig um sie kümmern muss. Deshalb ist alles so aufgebaut, dass es robust und übersichtlich bleibt:
- **Ein zentraler Zugang** über Homepage - ich muss mir keine IPs und Ports merken
- **AdGuard auf DNS-Ebene** - der ganze Haushalt ist automatisch geschützt
- **Monitoring mit Netdata** - ich sehe sofort, wenn etwas klemmt
Zu jedem Dienst gibt es eine eigene Seite mit mehr Details. Schau dich einfach um!
### Anleitungen
Zu jedem Dienst gibt es auch eine Schritt-für-Schritt-Anleitung: [Zu den Anleitungen](../anleitungen/README.md)